Fragen und Antworten

Was ist eigentlich …?

Auf dieser Seite finden Sie Erläuterungen zu den am häufigsten gestellten Fragen und zu den Möglichkeiten, die Ihnen ein moderner Glasfaseranschluss bietet.

Doch zunächst möchten wir Ihnen ein Video vorstellen, das von der unabhängigen, internationalen Organisation “FTTH-Council” erstellt wurde, um technische Einzelheiten in Bezug auf moderne FTTH-Kommunikationsnetze in leicht verständlicher Form zu präsentieren.

Das FTTH-Council

Der FTTH-Council ist eine internationale Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, vielen Menschen einen Zugang zu modernen Glasfasernetzen zu ermöglichen, indem sie für dieses Anliegen bei Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft wirbt.

Das Video spricht für sich..

Was heißt FTTH?

FTTH = “Fiber to the Home”.
Das bedeutet, dass das Telekommunikationsnetz durchgehend bis in Ihre Wohnung aus Glasfaserkabeln besteht. Das klassische Kupferkabel wird in diesem Fall nicht mehr verwendet.

Was heißt FTTB?

FTTB = “Fiber to the Building”.
Das aus Glasfaserkabeln bestehende Telekommunikationsnetz reicht bis in den Keller eines Gebäudes. Vom Gebäudeverteiler bis in Ihre Wohnung wird das vorhandene Kupferkabel genutzt.

Was habe ich als Mieter von FTTH oder FTTB?

degewo-Mieter können in der Gropiusstadt zwischen den Angeboten mehrerer Telekommunikations- und Diensteanbieter wählen. Aufgrund der sehr hohen Datenraten erhalten sie Zugang zu Telefon-, Internet-, TV- und Multimedia-Angeboten in höchster Qualität und zu attraktiven Preisen. Nutzern von FTTH stehen noch höhere Bandbreiten zur Verfügung als FTTB-Nutzern. Filme und andere Daten können also noch schneller hoch- und heruntergeladen werden.

Welche Bandbreite steht den Mietern zur Verfügung?

Glasfaseranschlüsse sorgen theoretisch für beinahe unbegrenzte Bandbreite. Tatsächlich bieten die meisten Diensteanbieter in ihren Netzen jedoch erst 100 Mbit/s oder 50 Mbit/s im Download, also in Richtung des Nutzers, und wesentlich geringere Datenraten von 10 Mbit/s im Upload, also in Richtung Internet, an.

Die neue Infrastruktur erlaubt aber höhere, vor allem auch symetrische Datenraten, die für zukünftige Multimediadienste immer wichtiger werden. Es ist an den Service Providern, diese Möglichkeiten zu nutzen und dafür neue Produkte zu entwickeln.

Warum sollte ich als Mieter den 100-Mbit/s-Glasfaseranschluss einem 100-Mbit/-Kabelanschluss vorziehen?

Während DSL und Kabel bestimmten Geschwindigkeitsbegrenzungen unterliegen, ist der Glasfaseranschluss zukunftssicher. Glasfaser ist das einzige Medium, das wirklich ständig die maximal verfügbare Bandbreite bereithält. Darüber hinaus ermöglicht es große Bandbreiten auch in Richtung Internet (Upload). So können zum Beispiel Fotos, die an einen Dienstleister geschickt werden, viel schneller kopiert werden als bisher.

Kabelnetzbetreiber werben mancherorts heute schon mit bis zu 100 Mbit/s im Download. Die tatsächliche Geschwindigkeit beim Nutzer liegt allerdings bei Breitbandkabel – und noch stärker bei DSL über die Telefonleitung – je nach Auslastung der Netze weit darunter. In Zukunft ermöglicht Glasfaser sehr viel höhere Datenraten. Sobald zukünftige Anwendungen Bandbreiten von weit über 100 Mbit/s erforderlich machen, können diese leicht über die Glasfaser geliefert werden.

Was ist der Unterschied zwischen DSL, VDSL und FTTH/FTTB?

Der Hauptunterschied liegt in der Art der Anbindung des Internetnutzers an das schnelle Hauptnetz des Internetproviders. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche technische Unterschiede, etwa bei der Modulation und Datenübertragung allgemein, die aber hier nicht thematisiert werden sollen.

Beim DSL-Anschluss wird die komplette Wegstrecke vom Internetknoten über mehrere Verteiler (Hauptverteiler, Kabelverzweiger) zur Wohnung des Kunden über Kupferleitungen der Telekom realisiert.

Bei dem verbesserten VDSL-Anschluss werden bereits Glasfaserkabel bis zum Kabelverzweiger in der Straße geführt. Nur die letzte Wegstrecke muss noch über das Kupfernetz zurückgelegt werden.

Bei FTTB führt die Glasfaser bis zum Haus und – mit vorhandener Telefonleitung (Kupferdoppelader) – bis in die Wohnung.

Bei FTTH führt die Glasfaser sogar direkt bis zur Glasfaseranschlussbox in der Wohnung des Mieters.

Allgemein gilt: Je weniger auf Kupferkabel als Verbindungsstrecke zurückgegriffen werden muss, desto höher fällt die erzielbare Datenrate aus. Mit DSL lassen sich maximal 16 Mbit/s erreichen. Mit VDSL sind es bis zu 50 Mbit/s und per FTTH sogar bis zu 1000 Mbit/s. Üblich sind im letzteren Fall aber eher Werte von 100 Mbit/s oder 200 Mbit/s.

Übrigens: Auch die Kabelnetzbetreiber setzen zunehmend auf die Glasfaservernetzung, indem sie den Zubringer in die Wohngebiete mit Glasfaser ausrüsten und so immer schnellere Flatrates anbieten.

Lohnt sich der Umstieg auf Glasfaser-Internet?

Ob die ultraschnellen Internetanschlüsse einen Mehrwert bieten, muss jeder für sich selbst beurteilen. Fakt ist, dass Glasfaser-Internet viele Vorteile bringt. Die Leistungssteigerung ist enorm. So bietet zum Beispiel ein FTTH-Anschluss mit 100 Mbit/s eine mehr als 15 mal so hohe Downloadrate wie DSL 6000. Das Versenden von Dateien (Upload) ist sogar bis zu 100 mal schneller.

Will man beispielsweise mehrere PCs gleichzeitig nutzen, viele Updates fahren, immer mehr Cloud-Anwendungen wie Videoschnitt, Bildbearbeitung oder Home Office anwenden, lernt man die Vorteile von hohen Down- und Uploadgeschwindigkeiten schnell zu schätzen.

Die Übertragungsraten bei DSL- und Kabelanschlüssen sind immer als sogenannte “BIS ZU”-Werte zu verstehen. Deutliche Abweichungen zum vermeintlich gebuchten Tarif sind leider die Regel. Bei Glasfaserinternet liegen die tatsächlichen Leitungswerte dagegen nahe an der versprochenen Datenübertragungsrate.

Was genau wurde im Rahmen des Pilotprojekts in der Gropiusstadt gemacht?

Um die technischen Möglichkeiten und wirtschaftlichen Aspekte eines Open-Access-Modells auf Glasfaserbasis auszuloten, haben der Energiedienstleister Vattenfall, der Netzausrüster Ericsson, das Berliner Wohnungsunternehmen degewo und der Netzbetreiber QSC in der südlichen Gropiusstadt im Berliner Bezirk Neukölln ein richtungsweisendes Pilotprojekt durchgeführt. Die Haushalte der dortigen degewo-Gebäude wurden mit Glasfaseranschlussleitungen ans Internet angebunden. Insgesamt wurden mehr als 4.000 Wohnungen mit hochmodernen Glasfaseranschlüssen ausgestattet.

Rund 2.700 dieser Wohnungen erhielten einen Glasfaseranschluss direkt in der Wohnung (FTTH/Fiber to the Home). Mehr als 1500 weitere Wohnungen wurden über Glasfaseranschlüsse versorgt, die bis zum jeweiligen Gebäude reichen (FTTB/Fiber to the Building.

Was bedeutet Open-Access-Modell?

Das Open-Access-Modell ermöglicht einen offenen Zugang zum Glasfasernetz, sowohl für Endnutzer, als auch für Diensteanbieter. Die Endnutzer sind nicht an einen bestimmten Anbieter gebunden, sondern können zwischen den Angeboten mehrerer Diensteanbieter wählen. Für die Anbieter – meist Telekommunikationsnetzbetreiber oder Service Provider – entsteht eine offene Zugangsplattform, auf der sie den Endkunden ihre Dienste anbieten können. So können unwirtschaftliche Doppelinvestitionen und eine Zersplitterung des Marktes vermieden werden.

Bei Open-Access-Modellen werden den jeweiligen Diensteanbietern sogenannte Bitstream-Access-Anschlüsse bereitgestellt, auf deren Basis sie ihre eigenen Sprach- und Datendienstangebote – beispielsweise Voice over IP, IP TV oder Videostreaming – für die Anwender weitestgehend selbst gestalten können. Der interessierte Mieter schließt einen Vertrag mit dem Serviceprovider seiner Wahl. Das Open-Access-Modell bringt also Vorteile für Endverbraucher und Diensteanbieter und ist richtungsweisend für den Glasfaserausbau in Deutschland.

Was bedeutet Bitstream Access?

Ein Bitstream Access, zu Deutsch Bitstreamzugang, ist ein diensteunabhängiger Datentransportdienst, der durch den Netzbetreiber erbracht und einem Service Provider als Vorprodukt zur Verfügung gestellt wird. Letzterer kann diesen Datenzugang durch eigene Mehrwertdienste wie Telefonie oder TV veredeln und weitervermarkten, ohne Eigentümer oder Betreiber der Infrastruktur des Zugangsnetzes zu sein.

An wen wende ich mich bei Störungen meines Internetanschlusses?

Eventuell können Sie die Störung mit Hilfe unseres Leitfadens selbst beheben:

Störung selbst beheben

Falls nicht, können Sie uns mit dem ausgefüllten Online-Formular Ihre Störungsmeldung senden:

Störungsmeldung

Haben Sie weitere technische Fragen zum Thema Glasfaserkommunikation oder zum Pilotprojekt in der Gropiusstadt? Schreiben Sie uns:

info.netcom@vattenfall.de